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Osterluzei

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Die Osterluzei (Aristolochia clematitis) kann man an ihren eigentümlichen Blüten immer sofort erkennen. Sie wurde im Mittelalter als Arzneipflanze aus dem Mittelmeergebiet nach Mitteleuropa eingeführt und hat sich an einigen Stellen eingebürgert. Insbesondere in Gebieten mit Weinbau wächst sie an feuchten Waldsäumen und Gebüschen.

Die Blüten sind sog. "Kesselfallenblüten". Sie bestehen aus einer vielleicht 3cm langen Röhre, durch die Insekten hinunter in einen Kessel fallen, in dem sich Staubblätter und Griffel befinden. Bestäuber sind hier vermutlich kleine Fliegen. Das vorzeitige Entkommen der Insekten wird durch abwärts gerichtete Härchen im der Röhre (sog. Reusenhaare) verhindert. Erst nachdem sich die Pollensäcke geöffnet haben, welken die Reusenhaare und das Insekt kann davonkrabbeln.

Die Osterluzei besitzt ein unterirdisches Rhizom, aus dem jedes Jahr aufrechte, im Durchschnitt vielleicht 50cm hohe Pflanzen sprießen.


Homepage(2)     Pflanzenbilder(Index) by Michael Becker, 7/2002. Letzte Änderung: 7/2002.