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Spiralen

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Solche flachgedrückten Rosettenpflanzen aus der Familie Crassulaceae (Dickblattgewächse) (hier vermutlich Aeonium spec.) findet man überall an senkrechten Felsen auf den Kanaren und auf Madeira.

Fibonacci-Spiralen

Viele Pflanzen bilden mit ihren Blättern oder homologen Organen wie Schuppen, Fruchtblättern etc. Spiralen. Beispiele, die jeder kennt, sind Zapfen von Nadelbäumen, Sonnenblumenköpfe oder Ananas. Zählt man die gegenläufigen Spiralen auf diesem Bild hier, stellt man fest, daß es drei (rot) und 5 (blau) sind. Dies ist kein Zufall. In ungefähr 95% aller Fälle sind die Anzahlen der gegenläufigen Spiralen zwei aufeinanderfolgende Zahlen aus der Fibonacci-Folge

1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, ...

bei der jedes Folgenglied die Summe der beiden vorhergehenden ist. Der Großteil der verbleibenden Fälle stammt aus der entsprechend gebildeten "Lucas-Folge"

1, 4, 5, 9, 14, 23, 37, 60, 97, ...

Das hört sich ein wenig nach Zahlen-Mystik an, es gibt jedoch in der theoretischen Biologie unter dem Stichwort "Phyllotaxis" einige sehr plausible Theorien, die dies erklären können.



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